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Panforte

Sienna ist der Ursprungsort des süßen Gebäcks Panforte. Sienna liegt in der Toskana und war zur Renaissance eine kulturelle und auch kulinarische Hochburg.


Anfangs war Panforte ein traditionelles Weihnachtsgebäck. Heutzutage wird es allerdings auch das ganze Jahr über zubereitet und mit Genuss verzehrt. Panforte ist ein relativ weiches Gebäck, dessen Zutaten nur grob zerkleinert werden. Ansonsten erinnert es stark an Lebkuchen und wird allerdings ohne Treibmittel zubereitet.

Wichtige Zutaten von Panforte sind Mandeln, Mehl, Eiweiß, Honig, Zucker und kandierte Früchte. Verfeinert wird Panforte mit Gewürzen wie Zimt, Nelken und Koriander. Alle Zutaten werden zunächst gekocht und dann auf runden Oblaten gebacken. Anschließend wird das Panforte mit Puderzucker bestreut.

Panforte

Panforte ©iStockphoto/dav76

Traditionelles Panforte aus Sienna besteht aus genau 17 Zutaten, da die Zahl 17 für die 17 Contraden steht. Die 17 Contraden repräsentieren die 17 Stadtteile Siennas.

Es gibt verschiedene Varianten von Panforte. So wurde die klassische Panforte nach der Königin von Savoyen benannt und heißt Panforte Margherita. Typische Variationen des klassischen Panforte werden mit Schokoladenüberzug oder Rosinen und Pinienkernen zubereitet.

Panforte ist mit Lebkuchen verwandt. Der Name Panforte bedeutet soviel wie säuerliches Gebäck, da es aufgrund des Gärungsprozesses häufig säuerlich wurde. Da Sienna ein bedeutender Handelsplatz für Gewürze war, wurden solche Gewürze auch für die Zubereitung von Panforte verwendet. Panforte gilt auch als Sinnbild für die Würze des Lebens. Die Zutaten Zucker und Honig stehen für die Süße, während die getrockneten Früchte für Kraft und ein langes Leben stehen. Ursprünglich war Panforte auch nur hohen Geistlichen vorbehalten.

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