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Piadina

Wenngleich die Piadina (bisweilen auch unter der Abkürzung Piada bekannt) eigentlich ein regionales Traditionsgericht der Romagna darstellt, ist ihr Ruf und ihr Geschmack weit über die Grenzen dieser Region bekannt und beliebt. Es handelt sich dabei um ein italienisches Equivalent zur mexikanischen Tortilla, also einer Art Fladenbrot, welches sowohl süß als auch herzhaft gefüllt werden kann. Anders als das Focaccia wird die Piadina mit deutlich mehr Fett (Schweineschmalz) und in der Pfanne hergestellt, wenn nicht sogar in entsprechenden Piadina-Pfannen aus Terrakotta gebacken.

Historisch ist die Piadina bereits aus der Zeit um 1200 vor Christus in ihrer Herkunftsregion bekannt. Als „Brot der Bewohner der Romagne“ war es vorrangig bei Bauern üblich, die sich den Genuss ungesäuerten Brotes nicht erlauben konnten. Ein „Arme Leute“-Essen also, welches sich jedoch früher wie heute großer Beliebtheit erfreut. Ursprünglich mit Hirschhornsalz hergestellt findet heute jedoch zumeist Natron oder Backpulver als Treibmittel bei den Piadina Verwendung.

Grundrezept für Piadina:

Piadina

Piadina @iStockphoto/FrancescoCorticchia

Portionen: 8

Zubereitungszeit: 1,5 Stunden

Zutaten:
500 g Weizenmehl
1 TL Hirschhornsalz
alternativ 1 TL Natron
10 g Salz
100 g Schweineschmalz
50 ml lauwarmes Wasser

Zubereitung:
Für die Zubereitung von Piadina muss man als erstes die Zutaten Mehl, Natron bzw. Backpulver und das Salz mischen sowie durch ein Sieb in eine Schüssel geben. Währenddessen kann das Schweineschmalz (möglichst nicht durch andere Fette ersetzen) in einer Pfanne zerlassen werden. Der warme Schmalz wird im Anschluss zusammen mit dem Wasser der Mehlmischung beigegeben und mit den Händen zu einem glatten Teig verknetet. Der Mischung und Verarbeitung sollte eine Ruhezeit von ungefähr einer Stunde folgen, während der der Teig abgedeckt werden muss.

Nach der Ruhezeit und einem kurzen aber kräftigen Durchkneten kann mit dem Ausrollen des Teiges begonnen werden. Auf einer mit Mehl bestreuten Fläche wird jeweils ein Teil des Teiges auf eine Größe von rund 20 cm Durchmesser ausgerollt und anschließend in einer Pfanne ohne Zugabe von weiterem Fett gebacken. Den entstehenden Fladen kann man wahlweise mit unterschiedlichen Soßen und Zutaten auf einer Hälfte bedecken, anschließend die zweite Hälfte auf die Zutaten umklappen. Für den richtigen Genuss sollte die Piadina möglichst zügig und heiß serviert werden.

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