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Wein – kennen und genießen

Seit sich immer mehr Menschen in vielen verschiedenen Ländern für Wein interessieren, hat Wein einen ganz neuen Stellenwert gewonnen. Es ist nicht nur sehr angenehm sich bei einer Flasche Wein mit Freunden und Kollegen, Bekannten und Verwandten zusammenzusetzen, weil dies einen freundschaftlichen und zwanglosen Rahmen schafft, Wein selbst wird zum Schlüssel zu neuen Bekanntschaften und Erfahrungen.

Wein und Gesundheit
Wein setzt sich aus mehr als 1000 Inhaltsstoffen zusammen, von denen bis heute noch nicht alle genau analysiert wurden. Die Mehrheit dieser Bestandteile wie Vitamine oder Mineralstoffe liefern die Trauben, sie sind der Rohstoff des Weins; andere entstehen während der Weinbereitung, z.B. Äthanol oder Glycerin, wieder andere, wie Zucker oder Vitamin C, werden völlig oder zum Teil abgebaut.
Wein besteht zu 75 bis 90 Prozent aus Wasser, dem wichtigsten Bestandteil. Diese 15 Prozent Unterschied erklären sich durch den je nach Weinsorte mehr oder weniger großen Gehalt an Gerbsäure, organischen Säuren, Mineralsalzen und Pektinen, die zusammen den Trockenextrakt bilden.

Wein

Wein ©iStockphoto/Rostislav_Sedlacek

Wein und das Herz
In Frankreich sterben vergleichsweise weit weniger Menschen an Herzinfarkt als in den USA. Warum? Hauptursache für einen Herzinfarkt ist die mangelnde Versorgung des Herzmuskels mit sauerstoffreichem Blut infolge einer Verengung der zum Herz führenden Arterien. Diese Verengungen werden durch eine Ablagerung von Cholesterin in der Blutbahn hervorgerufen, wobei sich noch zusätzlich Blutgerinnsel in diesen Engstellen anlagern können. Rotwein kann dem in mehrfacher Weise erfolgreich entgegenwirken: Die Gerbstoffe des Weines verhindern die Oxidation von Cholesterin, wodurch die Gefahr der Anlagerung an die Innenwand des Blutgefäßes minimiert wird. Darüber hinaus verhindern die Gerbstoffe zusammen mit dem Alkohol die Bildung von Blutgerinnseln und können sogar eine gewisse Dehnung der Blutgefäße bewirken! .

  • Durch Untersuchungen ist es gelungen, den Weißwein – in Maßen genossen – auch als Gesundheit förderndes Mittel hieb- und stichfest zu etablieren.
  • Wein kann ein wichtiger Teil von Abmagerungs- und Entschlackungskuren sein!
  • Wein fördert die Sekretion von Speichel sowie Magen- und Darmsaft, erhöht die Produktion von Verdauungsenzymen und hilft bei Verstopfung durch Durchfall!
  • Weingenuss kann die Kreativität und Fantasie steigern. Und er verlangsamt den altersbedingten Abbau der Gehirnfunktionen.
  • So lernen Sie richtig zu degustieren

    Den Wein betrachten
    Der äußere Eindruck kann viel oder wenig sagen, lohnenswert ist ein kurzer Blick aber immer. Selbst wenn er Ihnen nichts verrät, wissen Sie wenigstens, ob sich zum Beispiel Korkreste in Ihrem Glas befinden (absolut harmlos, aber störend im Mund)
    1. Tiefer Blick
    Gießen Sie eine kleine Menge Wein in ein Glas, nicht mehr als ein Drittel voll. Blicken Sie von oben auf den Wein, um zu sehen, ob er klar, dunkel oder hell ist oder vielleicht kleine Bläschen enthält.
    2. Schräglage
    Um den Farbton und die Farbintensität des Weins einzuschätzen und um zu sehen, wie weit die Farbe sich zum Glasrand hin aufhellt, halten Sie das Glas an Stiel oder Fuß. Halten Sie das Glas gegen einen hellen Hintergrund, neigen Sie es bis zu einem Winkel von 45° und blicken Sie durch den Wein hindurch.
    3. Schwenken
    Ehe Sie am Wein schnuppern, schwenken Sie ihn kräftig im Glas herum und beobachten Sie, wie er an der Innenwand festhält und dann herunterrinnt. Es empfiehlt sich, beim ersten Versuch nicht gleich mit Rotwein zu arbeiten. Versuchen Sie als Rechtshänder das Glas entgegen dem Uhrzeigersinn zu schwenken und umgekehrt.

    Am Wein riechen
    Durch intensives Schnuppern springt Ihnen vielleicht so manches in die Nase, z.B. Stachelbeere oder schwarze Johannisbeere.
    Inhalieren. Setzen Sie Ihre Nase direkt ans Glas und atmen Sie dabei tief ein. Schnuppern Sie eventuell ein zweites Mal, nicht öfter, besonders wenn Sie mehrere Weine verkosten möchten. Nase und Gaumen ermüden schnell.

    Den Wein schmecken
    Sie können einen Wein nicht richtig kosten, wenn Sie Ihren Geruchssinn nicht einsetzen: Testen Sie das, indem Sie sich die Nase zuhalten. Das heißt nicht, dass Ihr Mund für Sinneseindrücke gänzlich unempfindlich ist.
    1. Ein Schluck nur
    Sobald Sie sich mit Augen und Nase ausreichend informiert haben, nehmen Sie einen großzügigen Schluck, aber nur so viel, wie Sie im Mund behalten können, ohne gleich hinunterzuschlucken. Konzentrieren Sie sich auf den Geschmackseindruck.
    2. Kauen Sie den Wein
    Bewegen Sie den Wein im Mund, besonders über die Zunge hinweg, auf der die Geschmacksknospen sitzen. Manche Verkoster schlürfen auch, um die Aromen in den Rachenraum zu befördern.

    Zu einem guten Essen gehört ein guter Wein. Er muss nicht unbedingt teuer sein – die Kunst besteht darin, dass er einen guten Kontrast darstellt oder den Charakter des Essens unterstreicht.

    Wein und die dazupassende Speise:
    Grüner Veltliner: Spargel (eher leichtere Weine), Tafelspitz (eher schwerere Weine)
    Riesling: Fischgerichte (junge Weine), Huhn
    Chardonnay: Austern, Fischgerichte, Geflügel
    Weißburgunder: Fischgerichte, Geflügel
    Gelber Muskateller: Austern, Fischgerichte, Weichkäse, leichte Speisen
    Zweigelt: Lamm, Hirsch (schwere Weine)
    St. Laurent: dunkles Fleisch, Lamm, Rind
    Blaufränkisch: Wild, schwere Gerichte, deftiger Eintopf

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