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Olivenöl

Aus der modernen Küche ist es nicht mehr wegzudenken – das Olivenöl. In fast jedem Haushalt ist es zu finden, zum Kochen, Braten, Grillen, Marinieren oder sogar für die Körperpflege. Dabei gibt es beim Olivenöl genau wie beim Wein signifikante Qualitätsunterschiede und auch geschmackliche Vielfalt.


Das Olivenöl wird hierzulande meist aus dem Mittelmeerraum angeboten. Klassische Exportländer sind Griechenland, Italien, Spanien und Südfrankreich. In diesem gemäßigtem Klima gedeihen die Olivenbäume am besten und garantieren gute Ernten. Ein Olivenbaum kann einige hundert Jahre alt werden. Pro Baum werden im Schnitt ca. 20 Kilogramm Oliven geerntet; daraus lassen sich ungefähr drei bis vier Liter Olivenöl herstellen. Die Olivenernte ist auch heute noch schwere körperliche Arbeit. Die empfindlichen Früchte werden meist noch per Hand geerntet, bevor sie in den Ölmühlen weiterverarbeitet werden.

In den Ölmühlen werden die Oliven zunächst gewaschen und dann in einer Mühle zu einem Brei gemahlen. Aus diesem Brei wird dann eine Flüssigkeit herausgepresst. Sie besteht aus dem so genannten Fruchtsaft und natürlich dem Öl. Aus dieser Flüssigkeit wird dann mit einer Zentrifuge das leichtere Öl gewonnen. Bei diesem Herstellungsvorgang wird der Olivenbrei weder erhitzt noch werden weitere Stoffe hinzugefügt, es handelt sich um einen völlig natürlichen Herstellungsprozess. Der Geschmack von Olivenöl ist vielfältig wie beim Wein. Es kann fruchtig, herb, würzig, fein oder auch etwas bitter schmecken. Hier muss man sicher einige Olivenöle testen, bevor man seinen Favoriten herausgefunden hat.

Ein sicheres Auswahlkriterium beim Olivenöl ist die Güteklasse. Die erste Güteklasse ist das Native Olivenöl extra. Sein Anteil an freien Fettsäuren beträgt maximal 0,8 g pro 100 g Öl. Nur Öle, die einwandfrei in Geschmack und Geruch sind, dürfen diese Bezeichnung tragen. Die zweite Güteklasse, das Native Olivenöl, darf höchsten 2,0 g freite Fettsäuren je 100 g Öl enthalten. Hier findet man wahrscheinlich die breiteste Geschmacksvielfalt. „Olivenöl“ darf sich jedes Öl nennen, dass zunächst wie ein natives Olivenöl hergestellt wurde, aber nicht den Anforderungen des nativen Öls entsprochen hat. Also wird es raffiniert und wieder mit würzigerem Olivenöl vermischt. Wer bei Olivenöl auf Qualität achtet, sollte sich also das Etikett auf der Flasche genau ansehen. Sein einiger Zeit wird auch die Säurezahl auf dem Etikett mit angegeben – je weniger Ölsäure, desto besser die Qualität.

Olivenöl

Olivenöl @iStockphoto/Luis Carlos Jiménez del Río

Aber nicht nur der Geschmack ist ausschlaggebend für die Verwendung von Olivenöl, es bietet auch sehr viele gesundheitliche Vorteile. Olivenöl enthält durch seinen hohen Anteil an einfach ungesättigten Fettsäuren so gut wie gar kein Cholesterin, es verringert das schädliche LDL-Cholesterin und erhöht gleichzeitig das sich auf den Körper positiv auswirkende HDL-Cholesterin. Es ist reich an Vitamin E, gut für das Herz, es wirkt Blutdruck senkend und Verdauungsfördernd. Olivenöl enthält chemische Substanzen, die Krebs und das Altern verzögern können. Es gibt also viele Gründe, Olivenöl in den täglichen Speiseplan einzubauen. Aber auch in der Körperpflege ist Olivenöl nicht mehr wegzudenken. Viele Cremes, Lotionen, Duschgels und Badezusätze enthalten heute Olivenöl. Ein Vollbad mit etwas Milch und einigen Tropfen Olivenöl lässt die Haut streichelzart werden. Eine Haarkur mit Olivenöl verleiht den Haaren neuen Glanz und gibt ihnen eine Extraportion Pflege. Ein Körperpeeling mit einer Mischung aus Meersalz und Olivenöl regt die Durchblutung an und festigt das Bindegewebe.

Olivenöl – ein Allroundtalent das in keiner Küche (und in keinem Badezimmer) fehlen sollte!

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