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Italienische Liköre

Italien darf für sich in Anspruch nehmen, die Wiege des Likörs zu sein, denn vieles deutet darauf hin, dass der Likör in Italien erfunden wurde. Der Ursprung des Likörs liegt im 13. Jahrhundert, zumindest finden er hier erstmals in Texten Erwähnung. Das Wort Likör stammt von dem italienischen Wort liquore, was Flüssigkeit bedeutet.

Liköre waren damals ausschließlich Medizin, sie bestanden aus Alkohol, der mit Kräutern, Früchten und Samen vermischt und mit Zucker versetzt wurde. Zucker galt damals als Kostbarkeit und sollte den Geschmack der bitteren Medizin verbessern.

Einer der Ersten, die ihren Patienten Liköre verordneten, war der Gelehrte und Leibarzt mehrerer Päpste, Arnoldus Villanovanus. Er hatte die Kunst der Destillation in Cordoba erlernt, mit der sich aus Wein Alkohol gewinnen ließ. Lange Zeit bleib dies das einzige Verfahren, um Alkohol herzustellen. Der auf diese Weise produzierte Alkohol bildete die Grundlage für die Liköre. Villanovanus süßte seine Liköre mit Honig und Pflaumensaft, um sie seinen berühmten Patienten im Vatikan schmackhafter zu machen.

Italienischer Likör

Italienischer Likör ©iStockphoto/Mizina

Die Likörherstellung im modernen Sinn begann mit der Errichtung von Zuckerraffinerien im 16. Jahrhundert. Die Italiener sind bis heute eine der führenden Nationen in der Likörherstellung geblieben. Das zeigt sich an der großen Anzahl von Fruchtlikören und Kräuterlikören, aber auch an den Likörweinen und Likörspezialitäten.

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