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Brot in der italienischen Küche

Im Brot sieht man bis heute eines der ältesten zubereiteten Nahrungsmittel der Menschheitsgeschichte. Die Zubereitung von gestampften Getreidekörnern, welche mit Wasser vermischt und anschließend auf dem Feuer zu einer Art Brot geröstet wurden soll rund 6000 Jahre vor unserer Zeitrechnung bereits bekannt gewesen sein. In den Hochkulturen der Ägypter und Griechen wurden die damals bekannten Brotrezepturen mit Milch, Gewürzen und Kräutern verfeinert. Auch gesäuertes Brot, also der Sauerteig, war als solches bereits bekannt und beliebt.

Man mag kaum glauben, dass gerade die antiken Römer mit ihrer weit reichenden Zivilisation lange Zeit einen Bogen um das Brot gemacht haben sollen. Sie waren zur damaligen Zeit eher als „Breiesser“ bekannt – der so genannte „PVLS“ (sprich: Puls), ein Getreidebrei mit Kräutern und Gewürzen, war in der römischen Antike eines der Hauptnahrungsmittel.

Erst mit der Zeit gab es das Brot auch im heutigen italienischen Sprachraum. Zuerst war es, wie viele andere Speisen, nur für die höheren Klassen der Gesellschaft erhältlich. Entsprechend ihres Standes jedoch entwickelte sich auch bei den Römern nach und nach eine große Vielfalt an Brotsorten. Erst rund 170 Jahre nach Christi setzte sich das Brot als Nahrungsmittel auch bei der einfacheren Bevölkerung durch. Die Fachleute im Backen von Brot unter der Dienerschaft waren ab dieser Zeit sehr begehrt und bekamen eine Reihe von Privilegien für ihre Brotbackkunst zuerkannt. Zu späterer Zeit machte der römische Kaiser Aurelian die Bäcker sogar zu Staatsbeamten, was die bis dahin entstandene Bedeutung des Brotes für das Volk deutlich macht.

Italienisches Brot

Italienisches Brot @iStockphoto/Liza McCorkle

Wenngleich der Stand des Bäckers heute in Italien ebenso wie in anderen Ländern wohl längst nicht mehr so hoch ist, dass man in diesem Berufsstand von besonderen Privilegien sprechen kann, so ist dennoch die Zahl der Brotsorten, die sich seit der damaligen Zeit entwickelt haben, beachtlich. Sie bereichern bis heute die Vielfalt der italienischen Küche und kaum ein Genießer möchte auf ein frisches Stück Brot zum Mahl verzichten.

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