Norditalienische Küche
Die norditalienische Küche unterscheidet sich von der Küche in Mittelitalien und Süditalien in vielerlei Hinsicht. Der italienische Norden war schon immer wohlhabender, stärker industrialisiert und wirtschaftlich führend im Vergleich zum Süden. Das beeinflusste auch die norditalienische Küche, die gehaltvoll und reich an Zutaten ist.
Der Norden hat auch - anders als viele andere Gebiete Italiens - kulinarische Traditionen der Nachbarländer aufgenommen. Gerichte aus Frankreich, Österreich, Ungarn und Slowenien sind Teil der regionalen Küchen im Norden. So findet man dort beispielsweise Gulasch, Sachertorte und Knödel.
Ein Kennzeichen der norditalienischen Küche ist die Bevorzugung von Butter gegenüber Olivenöl beim Braten und Garen der Speisen. Im Norden gibt es ferner eine intensive Rinderzucht, sodass Rindfleisch und Kalbfleisch sehr oft auf dem Speiseplan stehen. Lamm und Geflügel sind dagegen weniger zu finden.
Neben Garen und Braten schätzen die Norditaliener vor allem Schmorbraten, den sie oft mit Wein und Kräutern zubereiten. Tomaten verwenden die Norditaliener weitaus seltener. Typisch für den Norden ist eine Vielzahl von Gerichten mit Fisch und Meeresfrüchten, wobei der Süßwasserfisch aus Binnenseen ebenfalls eine Rolle spielt.
Natürlich sind das starke Verallgemeinerungen, dennoch haben sie ihre Berechtigung. Nicht vergessen sollte man, dass es sich dabei um Unterscheidungsmerkmale handelt. Eine norditalienische Küche an sich gibt es nicht, sondern nur viele verschiedene norditalienische Regionalküchen.
- Regionale Küchen - Die Küche in den Regionen Italiens
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