Die Espressomaschine

Die Espressomaschine wurde der Überlieferung nach in Neapel erfunden, um die Kaffeezubereitung schneller zu machen. Erstmalig vorgestellt wurde die Espressomaschine auf der Weltausstellung in Paris 1895, seit 1900 wird sie in Italien eingesetzt. Der Espresso ist bis heute das Nationalgetränk der Italiener - keine Nation trinkt soviel Espresso wie sie.


Prinzipiell liegt die Besonderheit der Espressomaschine darin, dass sie in der Lage ist, in sehr kurzer Zeit aromatischen Kaffee zu produzieren. Dies liegt daran, dass das Wasser mit erheblichem Druck durch das Kaffeemehl gedrückt wird. Durch diesen Druck entsteht die für den Espresso so charakteristische Crema. Die Crema bindet zum größten Teil die Aromen des Espresso. Durch die Herstellung sammeln sich hier Öle, Proteine und Zucker, die beim Durchleiten des Wassers aus dem Kaffeepulver gepresst werden.

Bei den Espressomaschinen unterscheidet man in Grunde zwei Typen. Zum einen gibt es hier den Kaffeevollautomaten, indem sowohl eine Kaffeemühle als auch ein Milchschäumer integriert ist. Die Kaffeebohnen werden in der Maschine gemahlen - gerade so viel, wie für den Espresso benötigt wird. Das Wasser wird in der Maschine erwärmt und ein festgelegter Druck erzeugt. Daneben findet man noch die Siebträgermaschinen. Hier muss das Kaffeemehl in einer externen Mühle erstellt und auf einen Siebträger gegeben werden. Dieser wird in die Espressomaschine eingesetzt. Bei den meisten Siebträgermaschinen kann der Wasserdruck individuell eingestellt werden.

Einige Gourmets trinken den Espresso weder aus einem Vollautomaten noch aus einer Siebträgermaschine, sondern aus der traditionellen Espressokanne. Hier wird der Kaffee in einem Sieb in der Kanne aufbewahrt und mit Wasser aufgekocht. Das Endergebnis ähnelt mehr einem türkischen Mokka als einem italienischen Espresso. Jedoch ist dies die Kanne, die erstmals 1933 gefertigt wurde und den Italienern möglich machte, ihren Espresso auch zu Hause zu genießen.

Auch für private Haushalte gibt es mittlerweile Espressomaschinen. Hierbei handelt es sich meist um vereinfachte Varianten der Kaffeevollautomaten, mit denen neben Espresso auch Caffè Latte, Caffè Macchiato, Cappuccino und ähnliches hergestellt werden kann. Doch auch technisch anspruchsvolle Maschinen, die die Kunst des Espresso hervorheben und sehr traditionell gehalten sind, werden inzwischen auch für den privaten Bereich angeboten.

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