Oliven

Oliven gehören zu Italien wie das Salz in die Suppe. Oliven sprechen geschmacklich für sich schon eine mediterrane Sprache, wobei dies sowohl auf die Oliven als Gemüse als auch auf ein sehr geschätztes Produkt der Olive, das Olivenöl, zutrifft.


Im Handel findet der Genießer unterschiedliche Olivenarten von grün über kupferfarben bis hin zu tiefschwarz. Dabei handelt es sich um die Früchte der gleichen Pflanze, dem echten Olivenbaum. Durch unterschiedliche Reifezustände bei der Ernte sowie entsprechende Behandlungsmethoden wird aus der kleinen runden Kernfrucht eine beliebte Zutat nicht nur für die italienische Küche.

In ihrem Rohzustand sind Oliven nicht zum Verzehr geeignet, da sie einen hohen Anteil an Alkaloiden aufweisen. Diese Inhaltsstoffe machen die Olive sehr bitter. Durch die Behandlung in unterschiedlichen Lösungen (basisch, säurehaltig und / oder salzig) bekommen die Oliven ihr typisches Aroma, für welches sie in der Küche so beliebt sind.

Zum Einsatz kommen Oliven in ganz verschiedener Form: als ganze Frucht in Marinaden und anderen Würzsoßen eingelegt, entkernt und gefüllt sowie mit Kernen. Sie können beispielsweise in dieser Form als Vorspeise verzehrt (Antipasti) oder als Zutat in Salaten genossen werden. Aber auch in den unterschiedlichsten Speisen wie beispielsweise der Pizza kommen sie zum Einsatz. Umgekehrt können Oliven aber auch selbst als Speisenwürze dienen.

Das Olivenöl wird bevorzugt mittels Kaltpressung aus den unverarbeiteten Früchten (inklusive Kernen) gewonnen. Gerade im Hinblick auf die gesunde Ernährung hat das Olivenöl auch bei uns inzwischen seinen Durchbruch erreichen können. Im Gegensatz zu anderen Ölen besitzt das Olivenöl einen hohen Anteil an einfach und mehrfach gesättigten Fettsäuren, welche vom Körper benötigt werden, um eine Vielzahl von Vitaminen zu verwerten. Damit diese Inhaltsstoffe keinen Schaden nehmen, sollte das Öl stets luftdicht, kühl und lichtgeschützt aufbewahrt werden.

Geschmacklich können Öle aus unterschiedlichen Anbaugebieten wie auch die Oliven selbst sehr stark variieren. Der Geschmack ist jedoch stets charakteristisch und dominant. Die Unterschiede im Geschmack werden dabei ähnlich wie beim Wein von der Bodenbeschaffenheit, dem Alter des Baumes und dem Standort beeinflusst. Im Vergleich zu anderen pflanzlichen Ölen und Fetten schneidet das Olivenöl generell sehr gut ab. Nachteilig für dieses gesunde Öl mit seinem charakteristischen Geschmack ist jedoch sein schnelles Anbrennen bei hohen Temperaturen (ab 170 Grad Celsius), weshalb es zum Braten nur bedingt geeignet ist.

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