Artischocken

Die Artischocke ist wohl unter allen Gemüsesorten ein Sonderfall. Sie kann nicht roh verzehrt werden und auch gekocht gibt sie nur Teile ihres Fruchtstandes zum Verzehr preis. In der italienischen Küche jedoch hat sie einen festen Platz.


Die aus Südafrika stammende Distelart wird geerntet, indem die noch geschlossenen Blütenköpfe abgeschnitten werden. Der ganze Blütenkopf wird mit reichlich Wasser, welches mit dem Saft von Zitrone und Salz angereichert wurde, etwa 20 bis 40 Minuten lang gekocht. Alternativ kann die Artischocke jedoch auch bei 180 Grad Celsius zwischen 45 und 60 Minuten im Ofen geschmort werden.

Bei der Zubereitung sollte der Blütenkopf nicht an der Wasseroberfläche schwimmen, da sich die Blütenfrucht sonst schwarz färben würde. Verzehrt wird sowohl der fleischige Blütenboden als auch die ziegelförmig angeordneten grünen Blütenblätter. Bei letzteren wird jedoch nur der fleischige, untere Bereich mit den Zähnen abgerissen, der obere Teil hingegen ist hart und nicht genießbar.

Der typische Geschmack der Artischocke ist leicht bitter bis feinherb einzustufen. Gereicht wird die Artischocke in der Regel mit einer Vinaigrette aus Essig, Öl, Pfeffer, Salz und ein wenig Knoblauch. Ebenso beliebt ist die Verarbeitung der Artischockenherzen (die rein essbaren Teile der Artischocke) in diversen Speisen, beispielsweise in Omeletts und Aufläufen. Durch ihre enthaltenen Bitterstoffe gilt sie als appetitanregend, verdauungsfördernd und anregend auf die Produktion der Leber- und Gallensäfte, was sie auch als Beilage zu herzhaften Fleischgerichten geeignet macht.

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